Wie bringe ich Ordnung in meine Finanzen?

Viele Menschen kommen mit ihrem Einkommen nicht aus und wissen gegen Ende des Monats oft nicht, wo das Geld geblieben ist. Das liegt meist daran, dass sie ihre Ein- und Ausgaben nicht strukturiert haben und oft bei Spontankäufen Geld unbedacht ausgeben. Eine bekannte Weisheit lautet: Kaufe nicht, was du brauchst, sondern was nötig ist. Viele Menschen reden sich ein, dass sie ein Handy brauchen, dazu eine teure Flatrate und einen großen, neuen Flachbildschirm, selbstverständlich Pay-TV und eine Spielekonsole, ein viel verbrauchendes, großes Auto, teure Markenklamotten und für das Rauchen und den Alkohol wird auch eine Menge Geld ausgegeben.

Nötig ist davon wirklich nichts. Bei normalen Einkommen ist es zwangsläufig so, dass das Geld dann möglicherweise nicht ausreicht. Versuchen Sie einfach Ihre Ausgaben zu strukturieren und zu planen. Eine wichtige Zahl, die jeder Mensch individuell für sich ermitteln sollte, ist das frei verfügbare Einkommen. Das frei verfügbare Einkommen ist das Geld, welches übrig bleibt, wenn man die monatlichen Fixkosten von den Einnahmen abzieht. Leider kennen viele Menschen diese Zahl aber nicht und geben das Geld völlig unkontrolliert aus. Eine gute Grundlage dafür, um festzustellen, wofür das Geld ausgegeben wird, ist die Führung eines Haushaltsbuches. Eine gute Vorlage dafür wurde von unserem Kooperationspartner www.mehner.info zur Verfügung gestellt. Mustervorlage: ”Haushaltsbuch” Das ist ein praktisches Haushaltsbuch mit bereits vorgegebenen Einnahme- und Ausgabenrubriken im Excel-Format, die man selbstverständlich individuell ergänzen kann. Man trägt alle Einnahmen und Ausgaben ein und bekommt so ganz schnell einen guten Überblick über seine Finanzen.

Womit fange ich an?

Der Anfang ist immer eine Bestandsaufnahme. Da die meisten Menschen nicht wissen, wo das Geld ausgegeben wird und man auch nicht alle Ausgabe im Kopf haben kann, ist es empfehlenswert, zunächst einmal über einen Zeitraum von drei Monaten alle Einnahmen und Ausgaben konsequent in ein Haushaltsbuch einzutragen. Nach dieser Zeit hat man sicher einen relativ guten Überblick über sein Kaufverhalten und man sollte zu diesem Zeitpunkt bereits versuchen das erste Sparpotential zu erkennen. Da kann es um die Nutzung von Sonderangeboten beim täglichen Einkauf gehen oder die grundsätzliche Planung des Einkaufs mit dem Ziel einen Wochenbedarf einzukaufen und gleichzeitig die verschiedenen Angebote der Filialisten zu nutzen. Die Auswertung der vielen Anzeigen, Beilagen und Postwurfsendungen, die alle Haushalte mehrmals in der Woche erreichen, ist auch ein Ansatz Sparpotential zu entdecken. Auch die Nutzung von Gutscheinen, wie man sie zum Beispiel auf www.gutis.eu von vielen Anbietern findet, sich auf der gleichen Website die Spartipps ansieht und dann die Tarifvergleiche, zum Beispiel für elektrische Energie nutzt. Vielleicht hilft www.gutis.eu Ihnen dabei, ganz schnell die ersten Sparmaßnahmen einzuleiten.

Wie mache ich eine Finanzplanung?

In jedem vernünftig geführten Unternehmen werden eine Finanzplanung und eine Liquiditätsplanung gemacht, damit man einen ständigen Überblick über die finanzielle Situation des Unternehmens hat und im Zweifel rechtzeitig eingreifen kann. Dies sollte auch für den Privat-Haushalt gelten, insbesondere, wenn das Geld manchmal oder häufig nicht reicht oder größere Investitionen anstehen. In die Finanzplanung gehören die monatlichen, vierteljährlichen und jährlichen Einnahmen und Ausgaben, die fest stehen. Tragen Sie zunächst alle feststehenden Kosten ein, die Sie wenig beeinflussen können bzw. nur, beispielsweise wie bei den Energiekosten, durch spezielle Sparmaßnahmen und/oder einen Anbieterwechsel. Aus diesen Zahlen ergibt sich dann das vorher beschriebene frei verfügbare Einkommen. Wenn man zuvor drei Monate alle Ausgaben notiert hat, kann jetzt der erste Ein-/Ausgabenvergleich vorgenommen werden. Es ist natürlich zu wünschen, dass zwischen dem frei verfügbaren Einkommen und den monatlichen Ausgaben für den Lebensunterhalt noch ein größerer Betrag zur freien Verfügung bleibt, mit dem Sie dann die „wünschenswerten Ausgaben“ decken können. Zunächst wäre da die Altersversorgung, die Rücklagen für Anschaffungen und für den Urlaub. Darüber hinaus sollte noch ein „Notgroschen“ für unvorhergesehene Ereignisse vorhanden sein, den man konsequent per Dauerauftrag auf ein anderes Konto überweist. Eine vernünftige Finanzplanung ist keine Frage der Einkommenshöhe. Jedes Einkommen muss letztlich für den Lebensunterhalt ausreichen, um nicht in die Schuldenfalle zu geraten. Wie heißt es so sinnvoll in einer bekannte Weisheit: Wer mit wenig Geld nicht auskommt, der kommt auch mit viel Geld nicht aus!

Was ist, wenn ich schon Schulden habe?

Wenn Sie bereits Schulden haben, gehören die Ausgaben für die Bedienung des Kredits, also die Zinsen und die Abtragung, selbstverständlich in Ihre Finanzplanung und Sie sollten darauf achten, dass der Kredit konsequent bedient wird. Wenn die Zinsen wieder Zinsen kosten, ist es meist zu spät und Sie rutschen immer Tiefer in die Schulden. Bei der Hypothek für die selbstgenutzte Immobilie, ist es nicht möglich, aber bei kleineren Krediten ist es immer sinnvoll, wenn man sie so schnell wie möglich zurückzahlt. Deshalb sollten Sie bereits bei der Kreditaufnahme darauf achten, dass eine Teil- oder Komplettablösung immer möglich ist. Falls Sie wirklich mal einen kleinen Kredit benötigen, sollten Sie darüber nachdenken, ob nicht ein sogenannter Abrufkredit für den Zweck ausreichend ist. Bei einem Abrufkredit räumt man Ihnen nur eine Kreditlinie ein und es wird nur ein Betrag festgelegt, der monatlich mindestens zurückzuzahlen ist. Sie können aber jederzeit mehr zurückzahlen. Solche Abrufkredite gibt es nicht bei allen Sparkassen und Banken, aber Sie brauchen für einen Abrufkredit nicht einmal Ihr Gehaltskonto bei diesem Institut haben. Während der Tilgungszeit von Kleinkrediten aller Art, die Zinsen kosten, ist es nicht sinnvoll Geld auf die hohe Kante zu legen, denn die Sollzinsen für die Kredite sind immer höher, als die Habenzinsen auf irgendeinem Konto.

Wie kontrolliere ich mich?

Wenn Sie den Haushaltsplan nutzen, bekommen Sie nach Eingabe aller Einnahmen und Ausgaben den Betrag angezeigt, der für Sie als monatlich frei verfügbares Einkommen übrig bleibt. Diese Summe ist dann sozusagen Ihr maximales Haushaltsgeld für den betreffenden Monat. Wenn Sie dann versuchen, von dem frei verfügbaren Einkommen regelmäßig über die planmäßigen Rücklagen hinaus etwas durch geplante, kontrollierte Einkäufe und andere kostensenkende Maßnahmen zu sparen, hat sich die Führung eines Haushaltsbuches für Sie richtig gelohnt und Sie sind hoch motiviert weiter zu machen noch mehr herauszuholen. Ihr Ziel sollte es sein, jederzeit mindestens drei Netto-Monatseinkommen verfügbar zu haben, damit Sie bei plötzlicher Arbeitslosigkeit oder Krankheit ein kleines Polster haben.

 
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